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Kurzer Vergleich der Pausbackenkabinen alt - neu.

"Die „Pausbacke“ kehrt auf Wunsch vieler Sammler 2012 zurück – WIKING konnte dank Hightech-Werkzeugbau die ursprüngliche Form wieder herstellen – ein bildschönes, zeitgenössisches MAN-Modell ist entstanden. Einst hatten die Modellbauer die damals nach nur kurzer Programmpräsenz schnell unaktuell gewordene Form zu einer stilisierten Zugmaschine umgebaut. Typisch WIKING-Tradition: Jetzt wurde die Geschichte buchstäblich zurückgedreht."

So schrieb WIKING anlässlich der Wiedergeburt der MAN-Pausbacke. Ist es ein Rückbau aus der alten Form? Ist es eine neue Form? Die alte Pausbacke war nur recht kurze Zeit von 1965 bis 1971 im Programm. Die Form wurde dann zu der unsäglichen sogenannten stilisierten US-Zugmaschine umgebaut. Der Verlust der Originalform wurde in Sammlerkreisen immer bedauert, ist doch die "Pausbacke" ein so typisches Modell der späten sechziger Jahre.

Andererseits bereiten identische Neuabspritzungen aus alten Formen den Boden für allerlei Bastelarbeiten, mit denen gutgläubige Sammler betrogen werden.

Hier soll ein kurzer Vergleich zwischen der alten und der neuen Kabine erfolgen, auch um eventuelle Unterscheidungsmerkmale rasch erkennen zu können.


Normalerweise sind die alten Kabinen sehr heftig verklebt, so dass eine detailierte Untersuchung nicht möglich ist. Zufällig lag hier eine unverklebte alte Kabine vor. Bauteile: Kabine, Verglasung, Kabinenboden. Ein größeres Problem stellte das neue Modell dar: die Basisplatte unter dem Fahrerhaus war sehr stark verklebt. Inniges Hin- und Herbiegen und Zerren führte zu keinem Erfolg. So kam ein Tropfen Lux zum Einsatz. Ergebnis: der mechanisch gestresste Kunststoff zerbrach spröde in ca 10 Teile! Da wünschen wir allen Umbauern schon hier viel Vergnügen!


Die vergleichenden Fotos sind mit entsprechenden Bildunterschiften versehen.



Frontansicht alt - neu: Die Scheinwerfer wirken beim neuen Modell größer. Die Aufnahme des Grills variiert offensichtlich. Der Grill ist neu unten grade, nicht mehr gerundet. Alle Gravuren wirken prägnanter. Nicht so gut zu sehen wegen der schwarzen Stoßstange: beim neuen Modell ist Stoßstange unten grade, beim alten hing sie an den Seiten herunter. Die Kupplungsöffnungen unterscheiden sich. Zum zur Mitte zeigenden Bereich der Trittbretter auf der Stoßstange verläuft beim neuen Modell der Kunststoff zur unteren Kante des Grills. Bei alten Modell prägnante Trennung.


Seitenansicht Fahrerseite alt - neu: Die Dachkante ist beim neuen Modell schmaler. Die Übergänge der Umrahmungen der Fenster sind eckiger - bei alten Modell mehr gerundet. Die "Pausbacken"-Vorwölbung in der Tür begrenzt sich nach hinten beim alten Modell etwa senkrecht, beim Neuen etwas nach schräg hinten.


Rückansicht alt - neu: beim neuen Modell ist die Dachkante schmaler. Die Eckfenster sind etwas größer. Die Zierlinie ist etwas breiter.


Seitenansicht Beifahrerseite alt - neu: die Dachkante ist beim neuen Modell schmaler. Die Übergänge der Umrahmungen der Fenster sind eckiger - bei alten Modell mehr gerundet. Der Radkasten ist beim neuen Modell schmaler. Der Türgriff zeigt beim neuen Modell vorne mehr nach oben.


Innenansicht alt - neu: deutliche Unterschiede in der Materialstärke, beim neuen Modell ist das Nummernschild extrem dünn.


Dachansicht alt - neu: beim neuen Modell ist die Dachkante schmaler. Der kleine Steg mittig auf der Stoßstange ist breiter.


Ansicht schräg vorne alt - neu: Die Zierlinie am vorderen Fensterholm ist beim neuen Modell schmaler.


Ansicht schräg hinten alt - neu: beim neuen Modell schmalere hintere Dachkante und die hinteren Eckfester sind etwas größer.


Ansicht schräg hinten alt - neu: beim neuen Modell gibt es schmalere Dachkante und die hinteren Eckfester etwas größer.


Links im Bild die Basisplatte der stilisierten USA-Zugmaschine (baugleich dem neuen Teil). Nach vorne beim neuen Teil keine Aussparung oben an der vorderen Öffnung.


Links im Bild die Basisplatte der stilisierten USA-Zugmaschine (baugleich dem neuen Teil). Die zylindrische Aufnahme der Sitzgruppe ist deutlich stärker.


Rechts im Bild die Basisplatte der stilisierten USA-Zugmaschine (baugleich dem neuen Teil). Die keilförmige Raste und die vordere Aussparung war entfallen. Dafür gab es einen kleinen Einrast-Knubbel.


Merkwürdigerweise wurde beim neuen Modell die Oberkante der seitlichen oben sonst graden Kotflügelverkleidung händisch abgeknispt (!)


Der neue Grill (schwarz) ist unten grade. Der Grill des MAN 415 sieht übrigens auch wieder anders aus.


Deutliche Unterschiede auch von der Rückseite des Grills.


Besonders anschaulich sind die folgenden Springbilder im onmouseout/onmouseover-Modus:

  • Maus aus dem Bild: alte Kabine
  • Maus auf dem Bild: neue Kabine











  • Es gibt also so viele Unterschiede, dass man von einer Neukonstruktion ausgehen kann. Im Übrigen würde ein Formenrückbau wahrscheinlich an korrigierten Bereichen geringe Kanten aufweisen, ähnlich wie z. B. beim nicht mehr vorhandenen Blaulicht des Kommunalunimogs. Das Kabinenunterteil entspricht der für die USA-Zugmaschine geänderten Version. Die Verglasung, auf die hier nicht näher eingegangen wurde, ist bei allen 3 Version unverändert geblieben.

    Besonders prägnantes Erkennungsmerkmal des neuen Modells ist für den Autor der unten grade Grill: da genügt ein Blick ...





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