kneule's wiking standards project

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Rebirth of a proud tradition ... *

     ...   the Continental Mark-II

* (Werbetext Continental Division - Ford Motor Company)



Ein Sonderling in der WIKING-Familie. Ein Straßenkreuzer zwischen deutschen Nachkriegsautos. Aus welchem Grunde hat Friedrich Peltzer ausgerechnet dieses Auto präsentiert, das sich so deutlich von der Palette der anderen Modelle unterschied? Wenn man sich ein wenig mit der Materie befasst, wird klar was für ein schillerndes Vorbild hinter diesem Modell steht. Eine Annäherung an dieses Modell soll nicht so bekannte Einzelheiten ans Tageslicht befördern, so dass diesem zeitlosen Stück Modellbaukunst die angemessene Aufmerksamkeit zuteil werden kann.

An sich schon Grund genug, dieses Modell aus seinem Schattendasein zu befreien. Als dann enthusiastische WIKING-Sammler anlässlich eines Treffens etwa 150 Continentals zusammenbrachten, sollte bei dieser einmaligen Datenbasis auf eine nähere Betrachtung nicht verzichtet werden.

Zum Vorbild

Dieses Auto war bei seiner Vorstellung das weitaus teuerste Auto der Vereinigten Staaten: der Continental Mark II kostete knapp 10.000 $, ein vergleichbarer Cadillac lag bei "nur" 6.500 $. Es war preislich etwa gleich auf mit einem Rolls-Royce. Frank Sinatra hatte einen. Elvis Presley hatte einen. Der Schah hatte einen.

Um dieses Auto richtig einordnen zu können, muss man etwas in der Geschichte zurückgehen. In den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts begann international eine Zeit der großen Luxuswagen. Beherrschend waren in diesem Segment in Amerika die Marken Cadillac und Lincoln und anfangs Duesenberg. Lincoln war seit 1922 Teil der Ford Motor Company und Cadillac gehörte seit 1909 zu General Motors. Lincoln war mit seinem Continental (1940 bis 1948) sehr erfolgreich. Dieses Auto, dass nach Entwürfen von Henry Fords Sohn Edsel entstand, wurde in dieser Zeit zum Inbegriff des amerikanischen Straßenkreuzers.

Spätestens mit der Dream Car Offensive von GM 1953 (Cadillac Eldorado, Buick Skylark etc) war die Ford Motor Company in Zugzwang nach einem neuen Spitzenmodell geraten. Das verbale Anknüpfen an die Tradition des sehr positiv besetzten Namens Continental war eine hübsche Marketingidee. Hierbei wurde unter Leitung von William Clay Ford eine eigene Marke etabliert: die Continental-Division der Ford Motor Company, die noch oberhalb von Lincoln angesiedelt sein sollte.

1955 war es dann soweit: die Wiedergeburt des Continental. Die Ford Motor Company präsentierte ihre mit großer Spannung erwartete neue Schöpfung: ein betont konservativer Wagen mit einer sauberen, zurückhaltenden Linienführung. Er sollte das kostbarste Automobil seiner Zeit sein. Der neue Continental Mark II war nach seiner ganzen Anlage ein Wagen für äußerst anspruchsvolle Käuferkreise. Er wurde nach strengen Maßstäben vorwiegend aufwändig von Hand gefertigt, mehrere Lackschichten von Hand poliert. Handgegerbtes Leder, ausgewählte Teppiche und Polsterstoffe bestimmten das Interieur. Man legte Wert darauf zu betonen, dass das ganze Auto in einem Zusammenspiel aus traditioneller Werkmannsarbeit und technischer Präzision entstand. Alle seinerzeit verfügbaren Annehmlichkeiten wie Servolenkung und Automatikgetriebe, automatische Sitzverstellung und elektrische Fensterheber etc. waren serienmäßig. Mit 5,55 m Länge und 2,2 Tonnen Gewicht war das Auto ein wahrer Straßenkreuzer. Der Continental Mark II wurde durch ein 6,0l - V8 Aggregat angetrieben, dessen Leistung (285 PS) Rolls-Royce like als "ausreichend" angegeben wurde. Der Preis übrigens 1956 für Deutschland: DM 65150,-- verzollt ab Werk Köln. Hiesige Zeitschriften titelten entsprechend: "Ein amerikanischer Rolls-Royce."


Die Werkskapazität von ca. 15 Autos pro Tag wurde anfangs voll ausgenutzt. Dann jedoch blieb die Nachfrage deutlich hinter den Erwartungen zurück. Im Februar 1957 wurde die Produktion auf drei Einheiten pro Tag zurückgefahren und dann komplett eingestellt. Trotz des horrenden Preises legte Ford bei jedem Exemplar Geld dazu. Vom Continental Mark II wurden bis Sommer 1957 2994 Coupés und 2 Cabriolets gebaut. Die Verantwortlichen hatten sich im Glauben verspekuliert, eine bis dato unbekannte Luxusmarke etablieren zu können. Nach dem Mark II wurde die Continental Division wieder aufgelöst und der Name Continental wurde wieder bei Lincoln untergebracht. Und die Mark II wurden zu den wertvollsten Sammlerstücken Amerikas.





Der Continental Mark II bei WIKING


William Clay Ford vor einer 2-Wochen-Produktion

Die wertvollsten Sammlerstücke bei WIKING sind die Continental Mark II (noch) nicht.

Obgleich sachlich nicht richtig, trägt das Modell bei WIKING von Anbeginn die Bezeichnung "Ford Continental". So kennen wir Sammler dieses Auto.

Die heute kaum noch erinnerte herausragende Bedeutung des Originals spielte bei der Vorbildwahl sicher für Friedrich Peltzer ebenso eine Rolle, wie die Tatsache, dass sich repräsentative Modelle besser verkaufen ließen als Kleinwagen. Vielleicht gab es auch schon einen verstohlenen Blick auf den amerikanischen Markt. Wie rechts gezeigt präsentierte sich der Continental in den frühen Katalogen. Laut einer Notiz des Modellbaumeisters Kedzierski war der Continental bereits im August 1957 nach 33 Arbeitsstunden fertig. Die Maßstabsangabe: 1:90.


Der erste Auftritt dieses Autos dann war erst 1959 - da wurde das Original bereits 2 Jahre nicht mehr gebaut. In der WIKING Preisliste gab es keinen besonderen Hinweis im Text - er war einfach da. Das dieses Modell neu war, wurde nur durch den kleinen Stern gekennzeichnet. Unter der üblichen hübsch retuschierten perspektivischen Fotodarstellung mit den ersten Rädern stand schlicht "21".

 Neuheitenblatt 1959         





                aus dem Katalog 1959  


Auf den Bildern wurde das Modell ohne Türgriffe gezeigt - sie sind wohl der Retusche zum Opfer gefallen. Bis 1971 wurde das Modell mit den alten Rädern und ohne Zughaken abgebildet. Dies, obgleich mit Einführung des großen Wohnwagens 1968 ein farblich abgesetzter Hinweis zum Modell geschrieben wurde: "mit Zughaken für 5w".


1968:
neu mit Zughaken für den neuen großen Wohnwagen
  1971:
letztes Jahr perspektivische Darstellung

Mit der Einführung der seitlichen Kennfotos in der Bildpreisliste war dann ab 1972 auch der Zughaken zu sehen. Manchmal gab es einen Hinweis auf den Zughaken, manchmal nicht. Mit Umstellung des Nummernsystems wurde 1974 aus der 21 eine 210.

1972:   1978:   1982:  

Zuletzt war dieses Modell 1982 in der Liste zu sehen - immer unter dem Namen Ford Continental. Dann 1983 war es einfach sang- und klanglos weg. Erst nach jahrzehntelangem Dornröschenschlaf erwachte das Modell im Jahre 2009 in der Wiederauflagepackung "Klassiker der deutschen (?!) Automobilgeschichte III " und zuletzt bei "Münster Classics III" im Jahre 2010.


1968 wurde dieses Auto dafür auserkoren, den neuen Wohnwagen zu ziehen, der in diesem Jahr debütierte. In der Neuheitendarstellung ist der Continental halbdurchsichtig vor den Wohnwagen retuschiert. Am Modell wurde der überdimensionierte Zughaken in das Chassis integriert, was wie erwähnt auch in der Liste hervorgehoben wurde.

Rechts im Neuheitenblatt.

 

Im gleichen Jahr wurden Continental, Wohnwagen und als give-away noch ein Schlauchboot zu einer sogenannten Geschenkpackung zusammengefügt. Diese Packungen wurden als "Die Wiking-Geschenk-Packungen in stabilen Plastik-Kästen" beworben und in einigen Listen auch per Bild dargestellt. Diese Geschenkpackung wurde von 1968 bis 1973 unter der Nummer 216 geführt, danach unter der Nummer 2160. Zuletzt war die Packung mit einem roten Balken als Hinweis auf die Einstellung der Produktion ohne Preisangabe 1978 zu sehen.

1968:
   1969:   
1978:


Recht interessant ist die Preisentwicklung, die in der unten stehenden Tabelle nachzuvollziehen ist - 24 Jahre Continental - 14 Preise für das Grundmodell. Besonders dynamisch war die Zeit ab 1971, in der sich der Preis für die Geschenkpackung binnen 5 Jahren mehr als verdoppelte.

Jahr 1959 1960 1961 1962 1963 1964 1965 1966 1967 1968 1969 1970 1971 1972 1973 1974 1975 1976 1977 1978 1979 1980 1981 1982
Preis Continental -,60 -,60 -,80 -,80 -,80 -,80 -,80 -,90 -,90 -,95 1,-- 1,-- 1,-- 1,10 1,20 1,50 1,70 1,80 1,90 2,-- 2,-- 2,20 2,20 2,40
Preis Geschenkpackung 2,80 2,80 2,80 2,90 3,50 4,50 5,90 5,90 6,50 6,80 ohne



Zum Schluss noch Bilder aus Rivarossi-Katalogen - auch in Italien gab es den Continental. In der Liste vom April 1960 (Bild rechts) ist er mit 160 Lira aufgeführt.

   

Die Bilddarstellung des Continental aus dem Rivarossi-Katalog 1969/70 findet sich nirgends in den deutschen Katalogen. Er ist wie andere Modelle auch neu fotografiert worden.

 

Der Ford Continental in Sammlerkatalogen

Im WIKING-Handbuch der alten Modelle (2008) von Herrn Saure ist das Modell unter dem Namen Ford Continental unter der Ordnungsnummer 431 in der Rubrik "sonstige PKW" gelistet. Es werden 3 Versionen unterschieden:

  • 431/1: Bodenprägung WIKING, ohne Zughaken
  • 431/2: Bodenprägung WM 21/GERMANY, ohne Zughaken
  • 431/3: Bodenprägung WM 21/GERMANY, mit Zughaken
  • angegebene Farben bei Version 1 von links nach rechts:
    A) grünblau, B) graublau, C) hellgelbgrau, D) schwarz, E) braunweiß.
    Hierbei ist anzumerken, dass die Farbangabe hellgelbgrau unzutreffend ist. Die Modelle /C sind dunkelrotelfenbein.


    angegebene Farben bei Version 2 von links nach rechts:
    A) grünblau, B) graublau, C) hellgelbgrau, D) braunweiß.
    Auch hier ist anzumerken, dass die Farbangabe hellgelbgrau unzutreffend ist. Die Modelle /C sind dunkelrotelfenbein.


    angegebene Farben bei Version 3 von links nach rechts:
    hintere Reihe: G) grünblau, H) lichtgrün, I) hellgelbgrau, J) hellblaugrau, K) blaßbraun, L) braunweiß
    vordere Reihe: A) creme, B) hellbeige, C) weißblau, D) ozeanblau, E) azurblau, F) hellgraublau


    Auf dem Bild oben sind die beiden Farben hellgelbgrau und dunkelrotelfenbein gegenübergestellt. Bei Version 431/1 und 2 gibt es nur dunkelrotelfenbein (rechts) und bei Version 431/3 nur hellgelbgrau (links).



    Im Neuen Gelben Katalog (2003) von Herrn Wanner ist das Auto ebenfalls unter dem Namen Ford Continental zu finden. Hier unter der Nummer 210. Es werden 4 Versionen unterschieden:

  • 210/1: ohne Zughaken, Bodenprägung WIKING, Grillbemalung: mit (1959 - 1962)
  • 210/2: ohne Zughaken, Bodenprägung WM 21/GERMANY, Grillbemalung: mit (1963 - 1967)
  • 210/3: mit Zughaken, Bodenprägung WM 21/GERMANY, Grillbemalung: mit (1968 - 1969)
  • 210/4: mit Zughaken, Bodenprägung WM 21/GERMANY, Grillbemalung: ohne (1969 - 1982)
  • angegebene Farben bei Version 1 von links nach rechts:
    A) schwarz, B) grünblau, C) graublau, D) braunweiß, F) dunkelrotelfenbein. (E) hellgelbgrau ist in dieser Version bislang nicht nachweisbar)


    angegebene Farben bei Version 2 von links nach rechts:
    A) braunweiß, B) graublau, D) grünblau, E) dunkelrotelfenbein. (C) hellgelbgrau ist in dieser Version bislang nicht nachweisbar)


    angegebene Farben bei Version 3 (mit Zughaken, Grill silber) von links nach rechts:
    A) braunweiß, B) graublau, C) ozeanblau, D) grünblau.


    angegebene Farben bei Version 4 von links nach rechts:
    hintere Reihe: H) hellblaugrau, I) hellgraublau, J) hellgelbgrau, K) ozeanblau, L) grünblau, M) dunkelwässrigblau, N) hellelfenbein
    vordere Reihe: A) braunweiß, B) lehmbraun, C) weißblau, D) hellbeige, E) creme, F) lichtgrün,G) azurblau,



    Im Detail

    Das Modell besteht aus insgesamt 4 Bauteilen und den Rädern. Im einzelnen:

  • Karosserie
  • Verglasung
  • Chassis (Hauptteil mit Stoßstangen)
  • Achsbefestigungsplatte
  • Hier die ausgebreiteten Teile eines nicht verklebten Modells. Im folgenden sollen die einzelnen Bauteile in ihren verschiedenen Varianten betrachtet werden.


    Karosserie

    Die Karosserie entstammt einer Doppelform. Die in dieser Form enthaltenen Karosserien sind von innen in der Motorhaube mit den Ziffern "1" und "2" gekennzeichnet.



    Auf dem Bild rechts exemplarisch die Karosserie mit der Kennung "1"

    Die erste Karosserie aus der Doppelform hat nach hinten eine kurze Schürze, welche die Stoßstange nur gering bedeckt. Die gesamte Karosserie ist etwas nach vorn versetzt. Auf der Innenseite unter der Motorhaube hat diese Karosserie die Gravur "1".




    Zeige die Modelle aus Form 1
     

    Die zweite Karosserie aus der Doppelform hat nach hinten eine lange Schürze, welche die Stoßstange weit bedeckt. Auf der Innenseite unter der Motorhaube hat diese Karosserie die Gravur "2".




    Zeige die Modelle aus Form 2
     


    Für das nächste Detail muss man schon sehr genau hinsehen. Eines der beiden Nester der Doppelform der Karosserie wurde recht früh beschädigt: es trat ab diesem Zeitpunkt bei allen Karosserien mit der Ziffer 1 eine Unregelmäßigkeit an der vorderen Hälfte der unteren Türkante der Beifahrertür auf.


    untere Türkante mit sauberer Gravur untere Türkante mit unsauberer Gravur

    Interessant ist hier die Streuung über die verschiedenen Versionen und Farben. Der Defekt scheint während der Produktionszeit der Version /1 (Bodenprägung WIKING) aufgetreten zu sein - alle späteren Modelle zeigen diese Auffälligkeit immer. Bei den vorliegenden Modellen der Version /1 ist die Veränderung nur bei der Farbe schwarz nicht zu finden, bei allen anderen Farben dieser Version: mal ja, mal nein. Bei Grünblau immer, jedoch lag hier nur ein entsprechendes Modell vor.

    Ansonsten wurde über den gesamten Produktionszeitraum die Karosserie nicht verändert. Immer sind Modelle aus Form 1 und aus Form 2 anzutreffen - in etwa paritätisch besetzt.


    Grill-Silberung

    Anfangs waren die Continental mit einer schönen Grill-Silberung ausgestattet. Nach der Chronik von Herrn Maerker wurde für die Spritzung eine Schablone aus getriebenem Kupfer benutzt. Der GK teilt die Modelle u.a. nach der Grill-Silberung ein: dort ist es das Unterscheidungsmerkmal zwischen Version /3 und /4.

    Wenn man genau hinschaut, kann man noch Modelle mit einer eher matten Silberung von einer Variante mit einer glänzenden Silberung unterscheiden. Unstreitig erfolgte die Grill-Silberung nur knapp in die Zeit hinein, in der das Chassis den Zughaken bekommen hat, also nur unwesentlich über 1968 hinaus. Nur wenn auch ein entsprechendes Chassis bei Modellen mit Grill-Silberung verbaut ist, kann man von Authentizität ausgehen. In diesem Sinne ist das untersuchte Modell in graublau (210/3b) mit Zughaken fraglich - ebenso wie ein Modell in hellbeige mit Grillsilberung (210/3?). Der originale Farbauftrag war sehr präzise. Unregelmäßigkeiten sprechen hier für eine Fremdbemalung.


    Die frühen Versionen des Continental hatten eine wunderschöne Grill-Silberung.




    Zeige die Modelle mit Grill-Silberung
     

    Die späteren Versionen des Continental hatten keine Grill-Silberung mehr.




    Zeige die Modelle ohne Grill-Silberung
     

    Farben

    Hier Überblick über die Karosseriefarben der alten Modelle. Manche Farben muss man einfach nebeneinander halten, um sie einordnen zu können. Oben die warmen Farben - unten die Kühlen.


    hellgelbgrau   dunkelrotelfenbein braunweiß creme hellbeige - hell hellbeige hellbeige - dunkel lehmbraun
    lichtgrün grünblau hellgraublau hellblaugrau weißblau azurblau ozeanblau schwarz graublau



    Verglasung

    Beim Continental handelt es sich um ein sehr frühes verglastes Modell. Zur Zeit seines Erscheines war das WIKING-Programm noch von unverglasten Modellen dominiert. Um so mehr imponiert der gute Sitz der Verglasung. Wie die beiden Bilder unten zeigen, sind die A-Säulen und das Dach deutlich ausgespart, um einen karosseriebündigen Außenabschluss zu ermöglichen. Vermutlich stammt die Verglasung aus einer 2er-Form: beim abgebildeten Teil findet sich eine Innengravur "2".

    Alle frühen Verglasungen waren verklebt - so auch hier. Die Befestigung erfolgte über einen zentralen Klebepunkt. Dies spiegelt sich recht häufig in der mehr oder weniger ausgeprägten Dachdelle durch Kleber-Einzug. Dies ist ein typisches Merkmal der frühen Modelle.

    Beachtlich ist im weiteren die Varianz der Tönungen der Verglasung. Da es sich bei den ersten Modellen natürlich noch um Modelle ohne Inneneinrichtung handelt (und dabei ist es ja auch geblieben), könnte man vermuten, nur getönte Verglasungen zu finden. Jedoch gibt schon bei den ersten Modellen ein breite Palette von glasklar bis stark getönt. Hierbei sind in etwa 5 Abstufungen zu unterscheiden. Diese Bandbreite findet man bis zum Ende der Produktionszeit. Nur die ganz dunklen Verglasungen findet man zum Schluss nicht mehr. Anzumerken bleibt hier weiter, dass die Tönungen zum Teil ins rötliche und zum Teil ins grünliche variierten. Unten mal Verglasungsvariationen bei der Karosserie-Farbe dunkel-rotelfenbein: klar bis stark getönt.

    Eine einschneidende Veränderung gab es während der Produktionszeit der letzten Chassisvariante mit Zughaken. Nachdem anfangs das Chassis von innen weitestgehend glatt war, wurde es dergestalt verändert, dass die Verglasung nun auf drei Stiften schwebte, die in das Chassis eingebracht wurden. Damit entfiel der Arbeitsschritt des Verklebens. Das Bild unten zeigt eine auf den 3 Stiften ruhende Verglasung. Diese Konstruktion ist bis zu den Neuauflagen beibehalten worden.


    Chassis

    Zu Beginn der Betrachtung hier ein Holzmodell des Chassis. Es weicht noch deutlich von der definitiven Version ab. Es finden sich zum Beispiel noch geschlossene Achshalterungen.


    Das Chassis, das wir kennen bestand aus zwei Bauteilen. Zum einen gab es das eigentliche große Chassisteil mit Stoßstangen und Achsführungen, zum anderen ein kleineres Teil zur Fixierung der Achsen. So konnten fertig zusammengesteckte Rad-Achs-Kombinationen in das Chassis eingelegt werden, um dann von der "kleinen Chassisplatte" fixiert zu werden.

     
     

    Zur präzisen Positionierung der kleinen Chassisplatte dienten zwei kleine kreisrunde Pass-Stifte, die in entsprechende Bohrungen in der großen Chassisplatte ragten. Beim hier abgebildeten Chassis handelt es sich um eine Version mit Bodenprägung WM 21 Germany auf der kleinen Platte, mit Pass-Stiften mit großem Durchmesser, mit Zughaken und ohne Haltestifte für die Verglasung. Sowohl das große als auch das kleine Chassisteil zeigen die Formnummer 2.

     

    Die beiden Bauteile entstammen einer Doppelform, deren Nester mit den Ziffern 1 und 2 gekennzeichnet waren. Die beiden Formteile 1 und 2 unterscheiden sich nicht merklich. Bei dunklen Verglasungen ist die Ziffer schwierig zu erkennen.



    Rechts im Bild ein Chassis mit der Formnummer 1.




    Zeige die Modelle mit der Formnummer 1
     



    Rechts im Bild ein Chassis mit der Formnummer 2.




    Zeige die Modelle mit der Formnummer 2
     


    Die Pass-Stifte, mit denen die kleine Chassisplatte fixiert wurde, gab es in zwei verschiedenen Größen. Die ersten Modelle hatten die kleinen Stifte und irgendwann wurden beide Chassisbauteile entsprechend umgebaut. In der hier näher betrachteten Gruppe von ca. 150 Continentals gab es nur bei der Farbe grünblau (Variante mit Zughaken) sowohl die Version mit kleinen wie auch die Version mit großen Pass-Stiften.


    Anfangs wurde die kleinere Platte des zweiteiligen Chassis mittels zwei kleiner runder Pass-Stifte in dem großen Chassisteil fixiert, welches hierfür zwei kleinere runde Öffnungen aufweist.




    Zeige die Modelle mit den kleinen Pass-Stiften
     


    Später wurde die kleinere Platte des zweiteiligen Chassis mittels zwei größerer zylindrischer Pass-Stifte in dem großen Chassisteil fixiert, welches hierfür zwei größere runde Öffnungen aufweist.




    Zeige die Modelle mit den großen Pass-Stiften
     


    Das eigentliche Chassis des alten Modells gab es in fünf Versionen. Die nicht abgebildete Neuauflage Münster Classic als 5. Version entspricht der vierten Version, abgesehen davon das der Zughaken rückgebaut wurde.


    Chassis 1
    Bei der ersten Version der großen Chassisplatte war die Befestigung der Karosserie durch Verklebung an den Seiten vorgesehen. Es gab weder vorne noch hinten einen Führungsdorn, die Pass-Stifte der kleinen Chassisplatte waren dünn und es gab keinen Zughaken.




     


    Chassis 2
    1968 kam der Zughaken an das Chassis. Ansonsten wurde dieses Bauteil bis dahin nicht verändert: weiterhin Verklebung an den Seiten, weder vorne noch hinten ein Führungsdorn, die Pass-Stifte der kleinen Chassisplatte waren dünn.





     


    Chassis 3
    Im weiteren wurden am Chassis zwei Details geändert: die Pass-Stifte wurden größer und als Klebeanker für die Karosserie vorne wurde ein Stift und hinten ein keilförmiger Balken auf das Chassis graviert. Künftig wurde der Aufbau hier verklebt und die Seiten blieben frei von Kleber. Weiterhin hatte das Chassis den Zughaken.



     


    Chassis 4
    Zur Fixierung der Verglasung gab es bei dieser Version (ab ca. 1974) drei Stifte: einer stützte die Verglasung mittig vorne, zwei hielten die Verglasung knapp vor den Hinterrädern. Ansonsten wurde das Chassis gegenüber der Vorgängerversion nicht verändert.




     


    Von unten betrachtet gibt es 3 typische leicht unterscheidbare Versionen des Chassis der alten Modelle plus 2 Versionen der Wiederauflagen.



    Hier die klassische Version /1. In dieser Kombination findet sich das Chassis 1 (s.o.) mit der Achsbefestigungsplatte mit Bodenprägung WIKING.


    Zeige die Modelle mit dieser Version

     


    Dies ist die seltene Zwischenversion /2. In dieser Kombination findet sich das erste Chassis 1 ohne Zughaken (s.o.) mit der Achsbefestigungsplatte mit Bodenprägung WM 21 Germany.


    Zeige die Modelle mit dieser Version

     


    Rechts die häufig anzutreffende Version mit Zughaken CS /3 und GK /3 und /4. In dieser Kombination findet sich das zweite, dritte oder vierte Chassis (s.o.) mit der Achsbefestigungsplatte mit Bodenprägung WM 21 Germany.


    Zeige die Modelle mit dieser Version

     


    Dies ist das Chassis der ersten Wiederauflage. Es findet sich das vierte Chassis (mit Stiften zur Fixierung der Verglasung und mit Zughaken) in Kombination mit der veränderten Achsbefestigungsplatte mit dem neuen WIKING-Logo.


    Zeige das Modell mit dieser Version
     


    Bei dem Chassis der zweiten Wiederauflage handelt es sich eine umgebaute Version 4: der Zughaken wurde entfernt (also mit Stiften zur Fixierung der Verglasung und ohne Zughaken). Die Achsbefestigungsplatte entspricht der ersten Wiederauflage mit neuem WIKING-Logo.


    Zeige das Modell mit dieser Version
     

    Es gibt also 5 verschiedene Haupt-Chassisbauteile und 3 verschiedene Achshalterungsplatten - Theoretisch also 15 verschiedene Kombinationen. De facto existieren 7 Versionen, die in der unten stehenden Tabelle den Katalogen zugeordnet werden.

                                    große Bodenplatte (rechts)
    kleine Bodenplatte (unten)
    ohne Zughaken mit Zughaken
    kleine Pass-Stifte
    mit Zughaken
    große Pass-Stifte
    Stifte für Verglasung
    mit Zughaken
    Stifte für Verglasung
    ohne Zughaken
    BP WIKING GK/1 - CS/1        
    BP WM 21 GERMANY GK/2 - CS/2 GK/3 - CS/3 GK/3 u. 4 - CS/3 GK/4 - CS/3  
    BP neues WIKING-Logo       Wiederaufl. Ford Münster Classic



    Die Räder

    Der Continental ist ein WIKING-Auto mit vorbildgerechten Felgen: Die Räder wurden eigens für dieses Modell geschaffen und sind recht komplex gestaltet.

    Ein besonders auffälliges Merkmal ist die nach außen geschlossene Nabe, die es sonst nicht bei PKW-Rädern gibt. Der Speichenbereich ist markant durch zwei erhabene Ringe von der Nabe und dem Reifen abgegrenzt. Zur sicheren Führung der Räder beim Lauf wurde das Rad nach innen hin durch angedeutete Bremstrommeln verstärkt. Diese Bremstrommeln hatten anfangs einen Durchmesser von ca. 2,2 mm. In diesem Bereich finden sich häufig zentrifugale Sprünge, die Anlass zu einer Umgestaltung gaben: eine spätere Version dieses nach außen geschlossenen Rades hatte dann stärkere Bremstrommeln mit einem Durchmesser von ca. 3,0 mm (ähnliche Probleme gab im übrigen analog bei den großen Maßstäben). Zumeist waren die Speichen gesilbert, manchmal finden sich auch Räder ohne Bemalung. Dieser Rädertyp ist wirklich nur bei den ersten Modellen mit der Bodenprägung WIKING (GK 210/1 und CS 431/1) zu finden.

    Später ist man von diesen recht aufwändigen Rädern abgegangen. Die Nachfolgeversion unterscheidet sich erst auf den zweiten Blick, besonders wenn sie wie seinerzeit üblich im Speichenbereich gesilbert ist: das neuere Rad ist symmetrisch gestaltet, das heißt, dass die Achse von beiden Seiten gleichermaßen eingesteckt werden konnte. So finden sich beim montieren Rad auch innen die Speichen. Die Öffnung außen verschwindet durch die bündig schließende Achse in der Silberung. Dieses Rad fand als in Sammlerkreisen so benannte (Standard-) "Riffelkappe" Jahrzehnte als Standardrad für die PKW in der Farbe anthrazit Anwendung. Teilweise findet man diese Räder bei der ersten Version des Ford Continental mit der Bodenprägung WIKING (GK 210/1 und CS 431/1) - ansonsten bei allen anderen Versionen. Nur bei den Wiederauflage-Modellen ist die Lauffläche etwas flacher.


    Version 1a
    • Nabe nach außen geschlossen
    • Nabe innen mit angedeuteten Bremstrommeln
    • Durchmesser Bremstrommeln ca. 2,2mm (klein)
    • Speichen und Nabe gesilbert
    • ca. staubgrau

    Zeige die Modelle mit diesen Rädern

    Version 1b
    • Nabe nach außen geschlossen
    • Nabe innen mit angedeuteten Bremstrommeln
    • Durchmesser Bremstrommeln ca. 2,2mm (klein)
    • Speichen und Nabe unbemalt
    • hellgrau

    Zeige die Modelle mit diesen Rädern

    Version 2a
    • Nabe nach außen geschlossen
    • Nabe innen mit angedeuteten Bremstrommeln
    • Durchmesser Bremstrommeln ca. 3,0mm (groß)
    • Speichen und Nabe gesilbert
    • ca. staubgrau

    Zeige die Modelle mit diesen Rädern

    Version 2b
    • Nabe nach außen geschlossen
    • Nabe innen mit angedeuteten Bremstrommeln
    • Durchmesser Bremstrommeln ca. 3,0mm (klein)
    • Speichen und Nabe unbemalt
    • ca. staubgrau

    Zeige die Modelle mit diesen Rädern

    Version 3
    • Nabe nach außen durchbrochen
    • Rad symmetrisch gestaltet ohne Bremstrommeln
    • Speichen außen gesilbert
    • anthrazit
    • sogenannte Riffelkappe

    Zeige die Modelle mit diesen Rädern


    Die frühen nach außen geschlossenen Räder sind übrigens noch bei zwei anderen Modellen anzutreffen: beim Mercedes 220S und bei Opel Kapitän - hier auch in frühen Ausführungen. Die dem Autor vorliegenden Vergleichsmodelle haben alle die Räder mit den großen Bremstrommeln mit gesilberten Speichen.


    Rebirth of a proud tradtion ... nun bei WIKING     (... und das genau 50 Jahre nach den Neuvorstellung! 1959 - 2009!)


    Schön, schön! WIKING hat den Charme dieses Modells erkannt und es gab Wiederauflagen. Ich sage im Namen der Sammlergemeinde: Danke!

    Zunächst gab es den Continental 2009 in der oft so genannten FORD-Packung (in der es ja nicht soviel zu suchen hat, wie wir gesehen haben - obgleich sie auch nicht offiziell eine Ford-Packung ist sondern: "Klassiker der deutschen (sic!) Automobilgeschichte" III ) noch mit Zughaken. Und dann - als Krönung 2010 - OHNE den Zughaken in "Münster Classics III".

    Für die Neuauflagen wurde das Chassis geändert. Als Bodenprägung wurde das neue WIKING-Logo etabliert. Die erste Neuauflage ist in einem blaumetallic farbenen Kunststoff gespritzt und anschließend eisblaumetallic lackiert worden. Dieses ist das Auto aus der sogenannten Ford-Packung. Für Münster Classic wurde die Form abermals geändert: der Zughaken ist weg (der völlig überdimensionierte Zughaken konnte beim Erscheinungszeitpunkt ohnehin kaum noch etwas bewegen, da die Kupplungsösen bei WIKING zwischenzeitlich deutlich kleiner geworden waren). Das Modell ist in rosa Kunststoff gespritzt und das Dach ist weiß abgesetzt. Auffallend schön bei diesen Modellen ist der Druck. So gibt es silberne Türgriffe und auch das heckseitige Logo ist in silbern gehalten. Ob die Doppelformen weiterhin genutzt werden, ist dem Autor nicht bekannt. Es lagen nur Modelle der Karosserieform 2 vor.

     

    Und was diesem Auto besonders gut steht: es gibt Weißwandreifen für das rosa Modell! Die hatte das Original auch!






     



    Originalverpackungen

    Am Anfang wurden die Continentals in einem schmalen langen Karton ausgeliefert, in dem 10 Modelle nebeneinander Platz fanden. Der abgebildete Karton zeichnet die Modelle mit 60 Pfennig aus (1959 und 1960).


    Hier ein Karton aus 1976: DM 1,80.

    Hier eine späte "Ganzsache" aus 1981: 10 Modelle in weißblau im weißen Verkaufskarton - so vom Autor im Laden erworben. Hier zu gehören noch ein 10er Bogen mit runden Preisaufklebern (DM 2,20), ein Schaumstoffriegel und eine Etagenpappe, welche die gestapelten Modelle trennt.


    Geschenkpackung

    Ob es historisch richtig war, einem Auto mit Rolls-Royce Feeling einen Wohnwagen und ein aufblasbares Gummiboot zu verpassen, mag dahin gestellt sein. Der Schah auf dem Camping-Platz?

    So richtige Begeisterung kommt bei den meisten Sammlern nicht auf, wenn es um diese Geschenkpackung geht. So ist doch der Tatsache, dass der schöne Continental diesen großen Wohnwagen ziehen sollte, der Umstand zu verdanken, dass das wunderschöne Heck mit der Erhebung im Kofferraumdeckel durch den so unförmigen Zughaken verunstaltet worden ist (um es deutlich auszudrücken). Viele Jahre musste der Continental diese Last tragen und ist erst bei der letzten Neuauflage Münster Classics III, wie beschrieben hiervon wieder erlöst worden.

    Whow! Das sind Farben! Sowohl das Boot als auch die Box hier in einem hellen rot (ca. orangerot).


    In der WIKING Bildpreisliste wurde die Packung ab 1968 als Nr. 216 und von 1974 bis 1978 als Nr. 2160 anonymisiert als "Wohnwagen-Gespann" geführt. Hierin zeigten Abbildungen der Geschenkpackungen stets eine sehr dunkle Schaumstoffeinlage und das Boot war in der Aufsicht zu sehen (s.o.).


    Statistik




    Interessant ist es, bei einer größeren Anzahl von Modellen zu schauen, in wie weit innerhalb einer Farbe Variabilitäten auftreten, wie die Farben statistisch verteilt sind und bei welchen Farben welche Merkmale auffallen. Dies kann bei nur 150 Modellen sicher nicht so aussagekräfig sein, dass es einer Prüfung beim Deutschen Institut für WIKING-Statistik standhielte. Es wirft jedoch ein Schlaglicht auf die Realität.

      schwarz
     

    Klassische sehr frühe Farbe. Immer Bodenprägung WIKING (Version /1). Nur die ersten Radversionen nachweisbar (noch keine anthrazitfarbene Standardriffelkappe). Tönung der Verglasung leicht bis mittel. Immer kleine Zapfen zur Befestigung der Chassisplatte. Karosserieform 1 und 2. Grill immer gesilbert. Rückleuchten immer bemalt.



      blaugrau
     

    Klassische frühe Farbe. Nur bei der Chassis-Version ohne Zughaken als gesichert einzustufen. Mit der frühen Bodenprägung WIKING (Version /1) und mit der Bodenprägung WM 21 GERMANY (Version /2). Verschiedene Radversionen: von den ersten Rädern bis zur Standard-Riffelkappe. Tönung der Verglasung: ohne bis stark. Immer kleine Zapfen zur Befestigung der Chassisplatte. Karosserieform 1 und 2. Grill immer gesilbert. Rückleuchten immer bemalt. Es lag eine Version mit Zughaken (einzustufen nach GK 210/3B) vor (--> Link). Hier jedoch war die Verglasung auf den 3 Stiften gelagert, was zu einer frühen Version mit Grillbemalung nicht passt und für einen Umbau spricht.



      dunkelrotelfenbein
     

    Klassische frühe Farbe. Bei Herrn Saure nicht geführt - hierfür das bei dieser Version nicht nachweisbare hellgelbgrau. Nur zu finden bei der Chassis-Version ohne Zughaken. Mit der frühen Bodenprägung WIKING (Version /1) und mit der Bodenprägung WM 21 GERMANY (Version /2). Verschiedene Radversionen: von den ersten Rädern bis zur Standard-Riffelkappe. Tönung der Verglasung: ohne bis stark. Immer kleine Zapfen zur Befestigung der Chassisplatte. Karosserieform 1 und 2. Grill immer gesilbert. Rückleuchten immer bemalt.



      grünblau - ohne Zughaken
     

    Zu finden sowohl bei der Chassis-Version ohne Zughaken als auch mit Zughaken (s.u.). Mit der frühen Bodenprägung WIKING (Version /1) und mit der Bodenprägung WM 21 GERMANY (Version /2). Räder: immer Standard-Riffelkappe. Tönung der Verglasung: ohne bis stark. Immer kleine Zapfen zur Befestigung der Chassisplatte. Karosserieform 1 und 2. Grill immer gesilbert. Rückleuchten immer bemalt.



      braunweiß - ohne Zughaken
     

    Braunweiß ist zu finden sowohl bei der Chassis-Version ohne Zughaken als auch mit Zughaken (s.u.). Mit der frühen Bodenprägung WIKING (Version /1) und mit der Bodenprägung WM 21 GERMANY (Version /2). Räder: immer Standard-Riffelkappe. Tönung der Verglasung: ohne bis stark. Immer kleine Zapfen zur Befestigung der Chassisplatte. Karosserieform 1 und 2. Grill immer gesilbert. Rückleuchten immer bemalt.



      braunweiß - mit Zughaken
     

    Hier braunweiß mit Zughaken. Mit der Bodenprägung WM 21 GERMANY (Version /3). Räder: immer Standard-Riffelkappe. Leicht getönte Verglasung. Immer kleine Zapfen zur Befestigung der Chassisplatte. Karosserieform 1 und 2. Grill immer gesilbert. Rückleuchten nicht bemalt. Neben grünblau die einzige Farbe, die es mit und ohne Zughaken gab.



      grünblau mit Zughaken
     

    Hier mit Zughaken. Mit der Bodenprägung WM 21 GERMANY (Version /3). Räder: immer Standard-Riffelkappe. Leicht getönte Verglasung. Meist kleine Zapfen zur Befestigung der Chassisplatte - allerdings taucht bei dieser Farbe auch schon die Chassisversion mit den großen Pass-Stiften der kleinen Chassisplatte auf (gut im Bild oben zu sehen). Karosserieform 1 und 2. Grill selten gesilbert. Rückleuchten nicht bemalt. Neben braunweiß die einzige Farbe, die es mit und ohne Zughaken gab.



      ozeanblau
     

    Ozeanblau immer mit Zughaken und mit der Bodenprägung WM 21 GERMANY (Version CS/3 und GK /3 und /4). Räder: immer Standard-Riffelkappe. Leicht bis stärker getönte Verglasung. Immer kleine Zapfen zur Befestigung der Chassisplatte. Karosserieform 1 und 2. Grill selten gesilbert. Rückleuchten nicht bemalt (im Bild oben einmal nachträglich).



      hellbeige (sehr inhomogene Farbcharge)
     

    Ganz links: sehr helles hellbeige. Die vier folgenden: mittlerer Ton. Die vier Modelle rechts: deutlich dunkler. Diese Farbe könnte als die 210/4N im GK durchgehen: hellelfenbein

    Mit den Farbtönen sind offensichtlich auch verschiedene Produktionszeiträume verbunden. Bei den 3 Modellen rechts sind noch die dünnen Stifte der kleinen Chassisplatte auszumachen - eine frühere Variante also. Jedoch haben alle 3 schon keine Grillsilberung mehr. Ein anderes hellbeiges Modell (--> Link) hat zwar die Grillsilberung, jedoch die großen Pass-Stifte. Dies passt nicht zusammen. Alle hellbeige-Töne immer mit Zughaken und mit der Bodenprägung WM 21 GERMANY (Version CS/3 und GK /3 (??) und /4). Teilweise mit 3 Stützen für die Verglasung, teilweise ohne. Räder: immer Standard-Riffelkappe. Leicht bis stärker getönte Verglasung. Rückleuchten nicht bemalt.




      lichtgrün
     

    Immer Bodenprägung WM 21 Germany und Chassis immer mit Zughaken (Version CS/3 und GK/4). Immer ohne Stifte zur Fixierung der Verglasung und immer große Zapfen zur Befestigung der Chassisplatte. Räder: immer Riffelkappe. Tönung der Verglasung: klar bis mittel. Karosserieform 1 und 2. Keine Variabilität innerhalb dieser Farbcharge. Grill nicht gesilbert. Rückleuchten regelmäßig nicht bemalt.




      hellgelbgrau
     

    Immer Bodenprägung WM 21 Germany und Chassis immer mit Zughaken (Version CS/3 und GK/4). Immer ohne Stifte zur Fixierung der Verglasung und immer große Zapfen zur Befestigung der Chassisplatte. Räder: immer Riffelkappe. Tönung der Verglasung: klar bis mittel. Karosserieform 1 und 2. Keine Variabilität innerhalb dieser Farbcharge. Grill nicht gesilbert. Rückleuchten regelmäßig nicht bemalt.



      hellblaugrau
     

    Immer Bodenprägung WM 21 Germany und Chassis immer mit Zughaken (Version CS/3 und GK/4). Mit Stiften zur Fixierung der Verglasung und immer große Zapfen zur Befestigung der Chassisplatte. Räder: immer Riffelkappe. Tönung der Verglasung: klar bis mittel. Karosserieform 1 und 2. Keine Variabilität innerhalb dieser Farbcharge. Grill nicht gesilbert. Rückleuchten regelmäßig nicht bemalt.



      hellgraublau
     

    Immer Bodenprägung WM 21 Germany und Chassis immer mit Zughaken (Version CS/3 und GK/4). Mit Stiften zur Fixierung der Verglasung und immer große Zapfen zur Befestigung der Chassisplatte. Räder: immer Riffelkappe. Tönung der Verglasung: klar bis mittel. Karosserieform 1 und 2. Keine Variabilität innerhalb dieser Farbcharge. Grill nicht gesilbert. Rückleuchten regelmäßig nicht bemalt.



      lehmbraun (bei Herrn Saure: blaßbraun)
     

    Immer Bodenprägung WM 21 Germany und Chassis immer mit Zughaken (Version CS/3 und GK/4). Mit Stiften zur Fixierung der Verglasung und immer große Zapfen zur Befestigung der Chassisplatte. Räder: immer Riffelkappe. Tönung der Verglasung: klar bis mittel. Karosserieform 1 und 2. Keine Variabilität innerhalb dieser Farbcharge. Grill nicht gesilbert. Rückleuchten regelmäßig nicht bemalt.



      azurblau
     

    Immer Bodenprägung WM 21 Germany und Chassis immer mit Zughaken (Version CS/3 und GK/4). Mit Stiften zur Fixierung der Verglasung und immer große Zapfen zur Befestigung der Chassisplatte. Räder: immer Riffelkappe. Tönung der Verglasung: klar bis mittel. Karosserieform 1 und 2. Keine Variabilität innerhalb dieser Farbcharge. Grill nicht gesilbert. Rückleuchten regelmäßig nicht bemalt.



      creme
     

    Eine der letzten Farben bis 1982. Immer Bodenprägung WM 21 Germany und Chassis immer mit Zughaken (Version CS/3 und GK/4). Mit Stiften zur Fixierung der Verglasung und immer große Zapfen zur Befestigung der Chassisplatte. Räder: immer Riffelkappe. Tönung der Verglasung: klar bis mittel. Karosserieform 1 und 2. Kaum Variabilität innerhalb dieser Farbcharge. Grill nicht gesilbert. Rückleuchten regelmäßig nicht bemalt.



      weißblau
     

    Eine der letzten Farben bis 1982. Immer Bodenprägung WM 21 Germany und Chassis immer mit Zughaken (Version CS/3 und GK/4). Mit Stiften zur Fixierung der Verglasung und immer große Zapfen zur Befestigung der Chassisplatte. Räder: immer Riffelkappe. Tönung der Verglasung: klar bis mittel. Karosserieform 1 und 2. Sehr geringfügige Tönungen der Farbe: manchmal minimal heller Richtung dunkelwässrigblau. Grill nicht gesilbert. Rückleuchten regelmäßig nicht bemalt.



      rosa, eisblaumetallic
     

    Die Wiederauflagen. Rechts eisblaumetallic Lack, links rosa mit weiß lackiertem Dach. Immer als Bodenprägung das neue WIKING-Logo (in Katalogen nicht erfasst). Chassis beim Modell aus der FORD-Packung mit Zughaken, bei Münster-Classic Modell ohne Zughaken. Ansonsten mit Stiften zur Fixierung der Verglasung und immer große Zapfen zur Befestigung der Chassisplatte. Räder: neuere Riffelkappe mit breiterer gerader Lauffläche, beim rosa Modell Weißwandreifen. Tönung der Verglasung: leicht getönt. Karosserieform nur 2 gesichtet. Grill gesilbert. Rückleuchten hübsch bemalt.



    Die Abfolge der Modelle lässt sich wie folgt zusammenfassen:

    1.1. Chassis ohne Zughaken, kleine Chassisplatte mit Bodenprägung WIKING und kleinen Pass-Stiften. Die ersten Rädervarianten. Karosserieform 1 unbeschädigt. Verglasung geklebt. Grill gesilbert. Rückleuchten bemalt.

    1.2. Chassis ohne Zughaken, kleine Chassisplatte mit Bodenprägung WIKING und kleinen Pass-Stiften. Die ersten Rädervarianten und Standard-Riffelkappe. Karosserieform 1 beschädigt. Verglasung geklebt. Grill gesilbert. Rückleuchten bemalt.

    2.1. Chassis ohne Zughaken, kleine Chassisplatte mit Bodenprägung WM 21 Germany und kleinen Pass-Stiften. Räder: Standard-Riffelkappe. Karosserieform 1 beschädigt. Verglasung geklebt. Grill gesilbert. Rückleuchten bemalt.

    3.1. Chassis mit Zughaken, kleine Chassisplatte mit Bodenprägung WM 21 Germany und kleinen Pass-Stiften. Räder: Standard-Riffelkappe. Karosserieform 1 beschädigt. Verglasung geklebt. Grill gesilbert. Rückleuchten unbemalt.

    3.2. Chassis mit Zughaken, kleine Chassisplatte mit Bodenprägung WM 21 Germany und kleinen Pass-Stiften. Räder: Standard-Riffelkappe. Karosserieform 1 beschädigt. Verglasung geklebt. Grill ungesilbert. Rückleuchten unbemalt.

    3.3. Chassis mit Zughaken, kleine Chassisplatte mit Bodenprägung WM 21 Germany und großen Pass-Stiften. Räder: Standard-Riffelkappe. Karosserieform 1 beschädigt. Verglasung geklebt. Grill ungesilbert. Rückleuchten unbemalt.

    3.4. Chassis mit Zughaken, kleine Chassisplatte mit Bodenprägung WM 21 Germany und großen Pass-Stiften. Räder: Standard-Riffelkappe. Karosserieform 1 beschädigt. Verglasung auf 3 Stützen des Chassis. Grill ungesilbert. Rückleuchten unbemalt.

    4.1. Chassis mit Zughaken, kleine Chassisplatte mit neuem WIKING-Logo als Bodenprägung und mit großen Pass-Stiften. Räder: neue Riffelkappe mit breiterer Lauffläche. Verglasung auf 3 Stützen des Chassis. Grill gesilbert. Rückleuchten bemalt.

    4.2. Chassis ohne Zughaken, kleine Chassisplatte mit neuem WIKING-Logo als Bodenprägung und mit großen Pass-Stiften. Räder: neue Riffelkappe mit breiterer Lauffläche. Verglasung auf 3 Stützen des Chassis. Grill gesilbert. Rückleuchten bemalt.




    Mitbewerber

    Für H0-Liebhaber des Continental Mark II ohne Tunnelblick gibt es in 1:87 statt in 1:90 ein sehr ansprechendes Modell vom Anbieter Model Power - 50 Jahre nach der Erstpräsentation von WIKING. Imposant in impulsstarker Filigranität - gemacht in stimmigen Proportionen und dem heute auch für den Lüdenscheider Modellbautraditionalisten selbstverständlichen Bedruckungskomfort bei kraftvollem Auftritt erster Güte in attraktiver Diecast-Kompetenz ( ... und das alles für nur 6,45 € z.B.  HIER   - Stand 10/2010 - ).

    Hinten im Bild der WIKING-Klassiker. Den Conti von Modell-Power gibt es in hellblau, weiß und schwarz.


    An Rande notiert

    Ob es den Continental Mark II in Reality als Dragster gab? Es darf spekuliert werden, ob jemand dafür diese Ikone schlachten wollte. Für einen Modellfreund war dieses keine Frage - Jahrzehnte später nennt er diese Umgestaltung eine Jugendsünde. Liebevoll gemacht - hübsch anzusehen - und gar nicht so realitätsfern:




    Zum Schluss ...


    ... freue ich mich wieder über jede lektorische Korrektur oder Ergänzung oder andere Feedbacks zu diesem special. Ganz herzlichen Dank an dieser Stelle den Wiking-Freunden, die mir so viele schöne Continentals zum Fotografieren und Dokumentieren anvertraut haben und mir viele interessante Information gegeben haben. Ich danke der Fa. Wiking-Modellbau GmbH & Co. KG für die freundliche Genehmigung zur Verwendung der Abbildungen aus den Bildpreislisten (10-2007). Die auf dieser HP beschriebenen Continental Mark II finden Sie HIER.



    Continental-Treffen am 14.08.2010.


    Hallo American Dream Cars! Es besuchten Euch bisher 8445 Fans.                 :: © Oktober 2010 by kneule  ::  Stand 10-2010


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